Referenzobjekt

Energetische Sanierung eines Einfamilienhauses Baujahr 1975

Erfahren Sie im nachfolgenden Artikel, was eine energetische Sanierung bewirken kann hinsichtlich Energieeinsparung und Wohnkomfort!

 

 

Das betrachtete Einfamilienhaus aus dem Jahr 1975 entsprach energetisch dem Stand seiner Bauzeit: 

 

Ungedämmte Außenwände, eine veraltete Heizungsanlage, sowie hohe Wärmeverluste über Fenster, oberste Geschossdecke und Keller. 

Zudem lag der geschätzte Gasverbrauch bei rund 26.000 kWh pro Jahr ein deutlich überdurchschnittlicher Wert für ein vergleichbares Gebäude. 

 

Die Eigentümer standen vor der Herausforderung, langfristig Energiekosten zu senken und eine Lösung zu finden, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist. 

 

Ziel war daher die Entwicklung eines ganzheitlichen Sanierungskonzeptes, das Fördermöglichkeiten optimal nutzt und das Gebäude zukunftssicher aufstellt.

Sanierungsmaßnahmen im Überblick

1. Fassadendämmung (WDVS) 

Die Außenwände wurden mit einem 16 cm starken Wärmedämmverbundsystem gedämmt. Dies reduziert den U-Wert von 0,92 auf etwa 0,20 W/m²K und senkt die Wärmeverluste deutlich. 

2. Dämmung der obersten Geschossdecke 

Die oberste Geschossdecke erhielt eine 24 cm starke Dämmung (WLG 035). Der U-Wert verbessert sich damit auf 0,11 W/m²K – eine der wirtschaftlichsten Maßnahmen im Bestand. 

3. Kellerdeckendämmung 

Durch eine 12 cm starke Dämmung von unten wird die Energieeffizienz verbessert und der Wohnkomfort gesteigert, insbesondere in Erdgeschossräumen.

 4. Erneuerung der Fenster und Haustür 

Moderne 3-fach verglaste Fenster mit einem Uw-Wert ≤ 0,95 W/m²K sorgen für deutlich geringere Zugluft, ein angenehmes Raumklima und reduzierte Energieverluste. 

5. Heizungstausch – Installation einer Wärmepumpe 

Die veraltete Gasheizung wurde durch eine effiziente Wärmepumpe ersetzt. Die geschätzte Jahresarbeitszahl (JAZ) liegt bei 3,2. Damit sinken die laufenden Heizkosten erheblich. 

6. Photovoltaikanlage mit Stromspeicher 

Die PV-Anlage erhöht die Unabhängigkeit vom Energieversorger und versorgt Haushaltsstrom sowie die Wärmepumpe anteilig mit selbst erzeugter Energie.

Kosten & Förderübersicht

Gesamtkosten der Sanierung: ca. 120.000 € 

 

Erhaltene Fördermittel: ca. 23.624 € 

 

Eigenanteil der Eigentümer: ca. 96.496 € 

 

Alle Maßnahmen wurden gemäß BEG EM geplant und erfüllen die jeweiligen technischen Mindestanforderungen. Dadurch konnte ein hoher Zuschussanteil realisiert werden.

Energieverbrauch & Kostenentwicklung

Vor der Sanierung: 

 

Gaskosten/Jahr: ca. 3.120 €  

Stromkosten/Jahr: ca. 840 € 

Gesamtkosten: ca. 3.960 € 

 

Nach der Sanierung: 

 

Heizstrom Wärmepumpe: ca. 1.875 € 

Haushaltsstrom: ca. 840 € 

Gesamtkosten: ca. 2.715 €

 

Durch PV-Anlage und Eigenverbrauch erhöhen sich die Einsparpotenziale zusätzlich – realistisch sind 1.600 bis 2.000 € Einsparung pro Jahr!

Fazit:

Die Modernisierung führt zu einer deutlichen energetischen Verbesserung des Gebäudes: 

 

Spürbar höherer Wohnkomfort im Winter und Sommer 

Weniger Zugluft und geringeres Schimmelrisiko 

Reduzierter Wärmeverlust und geringere Heizlast 

Moderner, wartungsarmer Heizungsbetrieb 

Steigende Unabhängigkeit von fossilen Energien und Preissteigerungen 

Erhöhung des Immobilienwerts und Verbesserung der Energieeffizienzklasse

 

 

Die durchgeführte Sanierung ist sowohl energetisch als auch wirtschaftlich sinnvoll. Sie reduziert nicht nur laufende Energiekosten, sondern steigert auch den Komfort und sorgt für eine langfristig nachhaltige Nutzung der Immobilie. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie ältere Bestandsgebäude mit sinnvollen Maßnahmen in die moderne Energiezukunft geführt werden können

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